Das Prüfsiegel
Zu jedem beauftragten Lauf gehört das Prüfsiegel — ohne Aufpreis, aber nicht ohne Bedingung. Es wird nur ausgestellt, wenn die Prüfung nichts Schweres offen lässt. Ein Zeichen, das jeder bekommt, sagt nichts.
Wann es ausgestellt wird
- Kein Befund der Stufe kritisch oder hoch. Bleibt etwas offen, gibt es statt des Siegels die Liste dessen, was im Weg steht — und nach der Behebung eine Nachprüfung.
- Aus einem beauftragten Lauf, nicht aus dem kostenlosen Selbsttest. Der prüft nur die Startseite und nur passiv; darauf lässt sich keine Aussage über einen Auftritt gründen.
- Eine Domain je Siegel. Es gilt für den geprüften Auftritt, nicht für ein Unternehmen.
- Sechs Monate, mit dem Ablaufdatum sichtbar auf dem Zeichen. Ein Siegel ohne Datum behauptet irgendwann etwas Falsches.
Drei Gestalten, hell und dunkel
Sie bekommen sechs Dateien und wählen, was zu Ihrer Seite passt. Jede Gestalt hier einmal auf hellem und einmal auf dunklem Grund:
Hell und dunkel sind zwei getrennte Dateien. Der mitgelieferte Schnipsel schaltet
mit <picture> nach der Einstellung Ihrer Leser um.
Die Datei liegt auf Ihrem Server
Das ist keine Formalität, sondern der Punkt. Ein Siegel, das als Bild von unserem Server eingebunden wird, löst bei jedem Besuch Ihrer Seite eine Anfrage zu uns aus — ein Drittanbieter-Aufruf mit Übertragung der IP Ihrer Besucher. Das ist genau der Befund, den wir in Prüfungen beanstanden. Ein Zeichen für eine gepflegte Seite darf seinen Träger nicht zum Datenschutzfall machen.
Sie legen also sechs kleine Dateien zu Ihren eigenen Bildern und setzen den Schnipsel ein. Die Dateien laden nichts nach: keine Schriftart, kein Skript, keine fremde Adresse.
Der Nachweis
Das Siegel verweist auf eine Seite bei uns, die vier Angaben bestätigt: geprüfte Adresse, Prüfdatum, Gültigkeit und Umfang. Diese Seite rechnet mit dem heutigen Datum — nach Ablauf sagt sie „abgelaufen" statt „gültig", ohne dass jemand eingreifen muss. Sie nennt keine Befunde: Was bei Ihnen gefunden wurde, geht niemanden außer Sie etwas an.
Wenn ein Auftrag endet oder nachträglich etwas Schweres auftaucht, ziehen wir das Siegel zurück. Die Nachweisseite sagt dann genau das — sie verschwindet nicht, denn wer den Verweis hat, soll erfahren, dass es nicht mehr gilt, statt ins Leere zu laufen.
Was es nicht sagt
- Es ist keine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Geprüft wird ein definierter Katalog; was außerhalb davon liegt, hinter einer Anmeldung oder im Anwendungscode, wird nicht erfasst.
- Es ist keine Konformitätsbescheinigung und kein Prüfzeichen nach einer Norm. Für eine Aussage zur Barrierefreiheit nach EN 301 549 braucht es eine Bewertung von Hand.
- Es sagt nichts über den Zustand von heute. Deshalb läuft es ab, und deshalb ist die Erneuerung eine neue Prüfung und kein Knopfdruck.
Und wenn Sie eines irgendwo sehen
Prüfen Sie es: Der Verweis führt auf die Nachweisseite mit der Kennung. Kommt Ihnen etwas unzutreffend vor, schreiben Sie an abuse@conct.de. Wir sehen nach und ziehen es zurück, wenn es nicht mehr trägt.